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Vergebung

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Was in uns wirkt – und wonach wir uns sehnen – eine Meditationsreise der Achtsamkeit

Manchmal spüren wir sie nur im Hintergrund:
Ein leises Unwohlsein, das sich nicht benennen lässt.

Ein Ziehen in der Brust, ein Druck auf dem Herzen. Etwas, das uns hemmt, lähmt, uns zurückhält. Unsere Lebendigkeit wirkt gebrochen, als würde etwas in uns das volle Leben verhindern. Wir fühlen uns getrennt, innerlich isoliert – obwohl wir äußerlich verbunden scheinen. Es ist, als würde uns etwas von innen heraus aushöhlen, uns niederdrücken, klein machen, uns in unserer Kraft beschneiden.

Wir versuchen, dieses Empfinden zu übergehen. Wir werden schnell, funktional, angepasst. Oder wir ziehen uns zurück, decken das Unbehagen mit Kontrolle, mit Selbstdisziplin, mit Ironie zu.
Doch tief innen bleibt eine leise Ahnung:
Dass da etwas ist, das uns bindet.


Und dass es vielleicht nicht nur Schmerz ist – sondern auch eine alte Schuld.
Ausgesprochen oder unausgesprochen. Zugewiesen oder selbst empfunden.

Manchmal ist diese Schuld diffus, vererbt, übernommen, ein Echo vergangener Geschichten.
Manchmal konkret.
Doch immer wirkt sie: als Trennung, als Scham, als Selbstverurteilung.
Sie kann die Beziehung zu anderen stören – und vor allem zu uns selbst.

Vererbt wird nicht nur die Geschichte, sondern auch die Haltung dazu.
Was unausgesprochen blieb, wird zur inneren Stimme.
Was nicht betrauert wurde, wandert als Starre in den Körper.
Was nicht vergeben wurde, zieht Fäden in unser Tun – im Kleinen wie im Großen.

Und irgendwann merken wir, dass all das, was nicht das Unsere ist, uns dennoch lenkt.
Dass wir nicht frei sind in unseren Entscheidungen.
Dass wir auf etwas reagieren, das wir nie erlebt haben – aber tief in uns tragen.
Eine bleierne Schicht, kaum spürbar und doch allgegenwärtig.
Sie trennt uns von uns selbst, voneinander, vom Leben.
Und sie lässt uns glauben, dass dieser Zustand alternativlos ist.
Dass es einfach dazugehört, mit Schuld zu leben.
Sie durch Disziplin zu bändigen. Sie durch Leistung zu übertönen.
Oder sie durch Verdrängung zu vergessen.

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Über mich
Über mich, Stephania Laih, Therapeutin und Trainerin für psychische Gesundheit & persönliche Stärke; MHFA Ersthelfer-Ausbilderin und Key Note Speakerin für Gesundheitsrhetorik, hält einen Vortrag, der die Zuhörer:innen begeistert.

Ich bin Stephanie Laih, Therapeutin und Begleiterin für Menschen, die sich selbst wieder näherkommen möchten.

In meiner Arbeit verbinde ich Körper, Geist und Seele – mit Achtsamkeit, Herz und Humor.

Diese Auszeiten sind für mich ein Herzensprojekt: Kleine Inseln im Alltag, um zu atmen, zu spüren und zu sein.

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